Innovationszentrum für die Zukunft des Bauens entsteht in Weimar

 

Starke Forschungspartner bündeln Kompetenzen im Thüringer Innovationszentrum ThIZ-BAU

Mit dem Thüringer Innovationszentrum für die Zukunft des Bauens (ThIZ-BAU) entsteht in Weimar ein leistungsstarkes Technologie- und Forschungszentrum für nachhaltige Baustoffe, Bauweisen und Bauprozesse. Initiiert und aufgebaut wurde das Innovationszentrum von den Allianzpartnern - dem IAB - Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gGmbH, dem F. A. Finger-Institut für Baustoffkunde an der Bauhaus-Universität Weimar und der Materialforschungs- und -prüfanstalt (MFPA Weimar.

Ziel des ThIZ-BAU ist es, die in Thüringen – insbesondere am Standort Weimar – vorhandenen Kompetenzen im Bauwesen strategisch zu bündeln, weiterzuentwickeln und Innovationen gezielt in die industrielle Anwendung zu überführen. Das Innovationszentrum bildet damit eine zentrale Plattform für Forschung, Transfer und interdisziplinäre Zusammenarbeit im Sinne des nachhaltigen Bauens.

Förderbescheide übergeben – wichtiger Meilenstein für das Innovationszentrum

Ein zentraler Meilenstein wurde am 03. Februar 2026 erreicht: In der CIB-Versuchshalle in der Coudraystraße 4 übergab Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John drei Förderbescheide über insgesamt rund 5,5 Millionen Euro aus EFRE- und Landesmitteln an die beteiligten Forschungseinrichtungen.

Die Fördermittel verteilen sich wie folgt:

  • IAB - Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gGmbH: 2,5 Millionen Euro
  • Materialforschungs- und -prüfanstalt Weimar: 2,1 Millionen Euro
  • F. A. Finger-Institut für Baustoffkunde an der Bauhaus-Universität Weimar: 0,9 Millionen Euro

Die Mittel fließen insbesondere in die Anschaffung moderner Forschungs- und Prüftechnik und schaffen die Grundlage für den weiteren Aufbau des ThIZ-BAU, das von allen drei Einrichtungen gemeinsam getragen wird.

Forschung erlebbar machen – Einblicke in laufende Projekte

Neben der feierlichen Übergabe der Zuwendungsbescheide informierte sich die Ministerin vor Ort über aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit klarem Fokus auf nachhaltiges Bauen. Anhand von Präsentationen und Demonstrationen stellten die Allianzpartner interdisziplinäre Projekte und Vorhaben zur Entwicklung ressourcenschonender Baustoffe, Bauweisen und Prozesse vor – darunter auch Ergebnisse und Technologien aus der RENAT.BAU-Programmlinie.

Gemeinsames Innovationszentrum – Kompetenzen vor Ort bündeln

Das ThIZ-BAU wird von allen drei Einrichtungen gemeinsam getragen. Die Bündelung ihrer komplementären Kompetenzen – von der Grundlagenforschung über angewandte Entwicklung bis hin zu Prüfung, Qualitätssicherung und Skalierung – bildet die Grundlage für eine leistungsfähige und zukunftsorientierte Innovationsinfrastruktur.

Wirtschaftsministerin Boos-John würdigte Weimar als einen der führenden Standorte der Bauforschung und betonte die Bedeutung des Transfers von Forschungsergebnissen in marktfähige Anwendungen in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft.

Forschung für nachhaltiges Bauen am Standort Thüringen

Mit dem ThIZ-BAU werden gezielt Lücken in der bestehenden Forschungs- und Geräteinfrastruktur geschlossen. Im Fokus stehen unter anderem:

  • ressourcenschonende und alternative Baustoffe,
  • neue Bindemittel und Recyclingstrategien,
  • digitale Methoden in Entwicklung, Prüfung und Qualitätssicherung sowie
  • energieeffiziente und elektrifizierte Bau- und Herstellungsprozesse.

Zugleich ist das Innovationszentrum ein wichtiger Baustein der geplanten Forschungsinfrastruktur rund um das künftige Bundesforschungszentrum für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen (BFZ) am Standort Weimar.

Mit dem ThIZ-BAU entsteht ein zentraler Ort, an dem die beteiligten Forschungseinrichtungen, Projekte aus der RENAT.BAU-Programmlinie sowie weitere Initiativen zum nachhaltigen Bauen eng zusammenwirken – für Innovation, Transfer und einen starken Bau- und Technologiestandort Thüringen.

© Bilder: Thomas Müller

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